Idee

Aus unterschiedlichen Gründen wollen wir einen wichtigen Bereich unseres Lebens selbst in die Hand nehmen: die Versorgung mit Lebensmitteln. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die solidarisch ein Stück Land bewirtschaften möchte.
Aktuell ist das Apfelkomplott jedoch noch am Anfang: Es gibt weder einen festen Rahmen noch das Land. Worauf wir uns bislang geeinigt haben, ist ein gemeinsamer Ausgangspunkt, unser Selbstverständnis, das wir euch im Folgenden erläutern möchten.

Wer wir sind

Gestartet im Juni 2015 wächst die Solawi Wiesbaden stetig. Die Motive mitzumachen sind dabei so vielfältig wie es die Mitglieder sind. Ansprechen wollen wir gezielt auch Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen häufig am Rand der Gesellschaft stehen: Alleinerziehende, prekär Beschäftigte, Geflüchtete, ganz Junge, ganz Alte, … ihr alle seid uns sehr willkommen! Wir begrüßen eine Vielzahl von Weltanschauungen – solange diese nicht unserer grundsätzlichen Offenheit widersprechen. Rassistisches, sexistisches und anderes diskriminierendes Gedankengut bleibt also ausgeschlossen.

Was wir wollen

Unser Ziel ist es, regional und solidarisch unsere eigenen Lebensmittel – vorerst Obst und Gemüse – zu produzieren und damit für uns eine Alternative zur vorherrschenden Wirtschaftsweise zu schaffen. Das heißt, wir entziehen uns der gängigen Marktlogik, die jeder einzelnen Karotte einen Preis zuschreibt und damit den Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln an die Kaufkraft der Menschen bindet. Stattdessen tragen wir gemeinsam unseren landwirtschaftlichen Betrieb. Jedes Mitglied beteiligt sich in unserer solidarischen Landwirtschaft nach seinen persönlichen Möglichkeiten, ob finanziell oder zeitlich. Wir handeln dabei solidarisch, greifen uns also gegenseitig unter die Arme, entscheiden basisdemokratisch und sind gleichberechtigt.
Wir verfolgen die Prinzipien eines ökologischen, nachhaltigen und fairen Landbaus.

Das heißt:

  • Landwirtschaft ohne synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat oder Gentechnik
  • unter Beachtung der natürlichen Kreisläufe und der Artenvielfalt bei Pflanze wie Tier
  • angepasst an die regionalen und saisonalen Gegebenheiten und an den tatsächlichen Bedarf der Menschen
  • mit kurzen Fahrt- und Transportwegen
  • Nutzung der gesamten Ernte mit dem Ziel, keine Lebensmittel wegwerfen zu müssen
  • landwirtschaftliche Produktion nicht nur zum Konsumieren, sondern auch um Wissen zu erwerben, zu bewahren und weiterzugeben
  • ohne jede Ausbeutung, denn angestellte Gärtnerinnen und Gärtner arbeiten selbstbestimmt für angemessene Löhne

 

Mitmachen? Hier gibt es weitere Infos!